Fassade: Fassadenzubehör

19 Jul: Fassade: Fassadenzubehör

Fassadenbahnen

Fassadenverkleidungen aus Holz, Faserzementpaneelen und WPC werden aus gestalterischen Gründen oft mit offenen Fugen geplant. Die offenen Bekleidungen werden sowohl waagerecht als auch senkrecht ausgerichtet. Die dahinterliegende Dämmschicht muss jedoch vor den zusätzlichen Belastungen durch Schmutz, Feuchtigkeit und UV-Strahlung zuverlässig geschützt werden.

Fassadenbahnen können diesen Schutz je nach Hersteller und Produkt zuverlässig sicherstellen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Produktauswahl von der geplanten Fugenbreite und dem Anteil der Fuge an der Gesamtfläche der Fassade abhängt. Fassadenbahnen müssen zusätzlich diffusionsoffen, UV-beständig und reißfest sein.

Bei der Verlegung muss auf eine ausreichende Überlappung der Fassadenbahnen geachtet werden. Besonders im Anschlussbereich von Fenstern und Türen sowie bei Wanddurchbrüchen muss eine fachgerechte Verklebung und Dichtigkeit sichergestellt werden.

Anschlussprofile

Die Ausbildung der Außen- und Innenecken bei einer Fassadenbekleidung ist auch für die Gestaltung der gesamten Fassade von Bedeutung. Je nach gewähltem Material kann mit Metallprofilen aus Edelstahl oder eloxiertem Aluminium eine optisch ansprechende Ausbildung geschaffen werden.

Die Metallprofile schützen z. B. Holzprofile vor zu starker Austrocknung und Beschädigung. Bei der Montage sollten nicht zu große aber auch nicht zu kleine Fugen zwischen den Metallprofilen und der Fassadenbekleidung gewählt werden. Die Längenausdehnung z. B. von WPC-Profilen muss berücksichtigt werden und bei Holz kann eine zu geringe Fuge zu Schmutzansammlung führen. Auch die Pflege- und Wartungsmöglichkeit muss bei der Fugengröße beachtet werden.

Fugenbänder

Bei Holzunterkonstruktionen müssen bei einer offenen vertikalen Fuge geeignete Fugenbänder eingesetzt werden. Diese Fugenbänder entkoppeln die Fassadenbekleidung von der Unterkonstruktion und reduzieren die Geräuschentwicklung. Zusätzlich wird der Wassereintritt reduziert und so die Holzunterkonstruktion vor unzuträglicher Auffeuchtung und möglichem Pilzbefall geschützt. Die Fugenbänder müssen z. B. aus witterungs- und alterungsbeständigem EPDM hergestellt sein und den Anforderungen der DIN 18516 entsprechen.

Die Fugenbänder müssen seitlich über die Unterkonstruktion überstehen und nach den Vorgaben der Hersteller montiert werden. Mit dem Bauherrn und dem Planer sollte bei offenen Fassadenbekleidungen abgeklärt werden, ob ein ausreichender Schutz der Fichte / Tanne Holzunterkonstruktion bei der Verwendung der EPDM-Fugenbänder sichergestellt ist.

Lüftungsgitter und Kleintierschutz

Bei hinterlüfteten Fassadenbekleidungen muss ein Abstand von mind. 20 mm zwischen Dämmung und Bekleidung sichergestellt sein. Damit auch ein ausreichender Schutz vor Kleintieren in der Belüftungsebene gewährleistet ist, sollten entsprechende Lüftungsgitter im Sockelbereich und im Dachbereich montiert werden. Für eine ausreichende Belüftung bei der Verwendung von Lüftungsprofilen muss bei Fassaden ein Mindestquerschnitt von 50 cm² / lfm sichergestellt sein. Geeignete Lüftungsprofile sind entweder mit runden oder rechteckigen Löchern in ausreichender Anzahl versehen.

Im Fenster- und Türbereich der Fassadenbekleidung muss die Belüftung ebenfalls sichergestellt werden. Dazu können die gleichen Lüftungsgitter verwendet werden.

Zusätzlich müssen bei Fenstern und Türen die entsprechenden Vorgaben zur Abdichtung und die jeweils gültigen Regelwerke beachtet werden. Entsprechende Hinweise gibt der „Leitfaden zur Montage von Vorhangfassaden – Planung und Ausführung der Montage für Neubau und Renovierung“, Herausgeber: Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren e.V.

Weitere Infos finden Sie im PraxisWissen Fassade.

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