Fassade: Dämmung

20 Jul: Fassade: Dämmung

Wissenswertes zu Dämmstoffen

Dämmstoffe müssen den Wärmeschutzanforderungen der DIN 4108 „Wärmeschutz im Hochbau“ und den Anforderungen an den Wärmeschutz zur Energieeinsparung entsprechen. Durch diese Anforderungen und Vorgaben soll ganzjährig ein möglichst gleichbleibendes Innenraumklima erreicht werden. Weiterhin sollen sie zu einer Reduzierung von Heizenergie und umweltschädigenden Abgasen führen. Wärmeverluste in den kalten Wintermonaten können bei richtiger Anwendung vermieden werden.

Dämmstoffe für vorgehängte hinterlüftete Fassaden werden üblicherweise als Rolle, Matte oder Platten nach entsprechenden DIN-Normen hergestellt. Alle Wärmedämmstoffe die nach europäischen harmonisierten Normen hergestellt werden, müssen eine Leistungserklärung nach Bauproduktverordnung haben und sind mit einer entsprechenden CE-Kennzeichnung zu versehen. Für nicht genormte Dämmstoffe muss eine Europäische Technische Zulassung ETA, eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung abZ des DIBt oder eine Zustimmung im Einzelfall vorliegen.

Moderne Dämmstoffe können neben der Wärmedämmung auch Schallschutz- und Brandschutzfunktionen übernehmen. Mit dem Bauherrn sollte über diese zusätzlichen Funktionen gesprochen werden.

Für die Dämmung einer Fassade stehen sowohl natürliche als auch künstliche und mineralische Wärmedämmstoffe zur Verfügung. Die natürlichen Dämmstoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie z. B. aus Holz hergestellt. Am Markt werden diese Produkte als Holzfaserdämmplatten nach DIN EN 13171 geführt. Die Platten können zusätzlich mit einer Nut und Federverbindung hergestellt werden.

Zu den künstlichen Wärmedämmstoffen gehören z. B. Wärmedämmstoffe aus expandiertem Polystyrol EPS oder aus extrudierten Polystyrol XPS. Je nach Anwendungsbereich, Zulassung und Gebäudeklasse müssen die Vorgaben für den Brandschutz beachtet werden.

Mineralische Wärmedämmstoffe sind z. B. Glaswolle oder Steinwolle. Diese Produkte können zusätzlich ein- oder beidseitig mit Metallfolien oder Papier kaschiert sein. Mineralwolle ist nicht brennbar solange diese Eigenschaft nicht durch weitere Behandlungen verändert wird.

Mineralwolle wird oftmals bei großen Gebäuden aufgrund der Einstufung in die Baustoffklasse A1 / nicht brennbar, verwendet.

Die verschiedenen Wärmedämmstoffe werden mithilfe von Kurzzeichen für das entsprechende Anwendungsgebiet gekennzeichnet.

Auch die Zusatzprodukte für die Dämmung von Fensterbänken und Laibungen sollten auf die Gebäudedämmung abgestimmt werden.

Weitere Infos finden Sie im PraxisWissen Fassade.

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