Badsanierung: Neue Materialien schaffen neue Möglichkeiten

22 Jul: Badsanierung: Neue Materialien schaffen neue Möglichkeiten

Haben in der Vergangenheit Fliesen am Boden und an der Wand die Optik von Feuchträumen geprägt, gibt es bereits seit mehreren Jahren den Trend zusehends Naturprodukte wie Holz oder Produkte in Holzoptik im Badezimmer zu verwenden.

Durch seine ansprechende Optik schafft Holz ein Gefühl des Wohlbehagens und durch seine physikalischen Eigenschaften – wie die Möglichkeit der Feuchtigkeitsregulierung und seiner geringen Wärmeleitfähigkeit – entsteht ein ganz besonderes Wellnessfeeling.

Aber auch andere, für den Tischler und Schreiner einfach zu verarbeitende Produkte, halten weiter Einzug in deutsche Badezimmer. Designböden etwa aus Vinyl oder Ceramin sind nicht nur leicht zu verlegen, sondern werden allen Ansprüchen an einen attraktiven Fußboden im Bad gerecht. Spezielle Werkstoffe und Wandbeläge lassen sich in der Nasszelle ohne das vorherige Entfernen der alten Fliesen großflächig und fugenlos anbringen und an Ort und Stelle verformbare Mineralwerkstoffe lassen keine Wünsche an die Optik und Individualität von Waschtischen und Badmöbeln offen.

Wandbeläge

Waren es früher Fliesen als einzig sichere Wandverkleidungen in Bad oder der Nasszelle, stehen dem Verarbeiter heute eine Vielzahl alternativer Werkstoffe für die hochwertige Wandgestaltung zur Verfügung. Es muss nicht immer die schwere Fliese in 120 x 60 cm sein. Großflächige und leicht anzubringende Wandbeläge in Raumhöhe lassen sich mühelos und mit dem üblichen Tischler- und Schreinerwerkzeugen be- und verarbeiten. Dabei sind der Individualität keine Grenzen gesetzt. Egal ob Holz-, Stein- oder dank Digitaldruck hoch individuelle Optiken, die Wände im Badezimmer werden zu einem hochmodernen Highlight.

Tipps für die Praxis
Verarbeiten Sie großflächige Produkte mit wenig oder gar keinem Fugenbild. So gibt es kaum oder gar keine Ablagerungsmöglichkeiten von Schmutz und Verunreinigungen. Zudem ermöglichen diese Werkstoffe eine schnelle und unkomplizierte Reinigung mit einfachen Mitteln. Durch die homogene Oberfläche reicht ein einfaches Wischen etwa mit einem Abzieher oder feuchtem Tuch.

Schnelle und saubere Verarbeitung. Beim Schneiden oder Brechen der Fliese kommt es automatisch zu Verunreinigungen im Umfeld der Arbeiten und Staub in der Luft. Moderne Wandbeläge hinterlassen quasi keinen Schmutz.

Arbeiten Sie direkt auf den vorhandenen Fliesen. Ein Abschlagen der alten Fliese ist in der Regel nicht mehr notwendig. Und sollte es doch einmal zu leichten Unebenheiten auf der Oberfläche der alten Fliesen kommen, sind diese häufig durch dickeres Auftragen des Klebers ausgleichbar.

Bodenbeläge

Die Vielfältigkeit der Wandbeläge findet sich auch im Zusammenspiel mit dem Fußboden wieder. Schaffen Sie einheitliche Optiken oder gewollte Kontraste. Mit Vinyl- und Designböden haben viele Fußbodenhersteller bereits ausgefeilte Lösungen für den Wunschfußboden Ihrer Kunden. Einfach zu verlegen, langlebig in der Haltbarkeit und unkompliziert in der Reinigung. Feuchtraum geeignete Fußböden machen es dem Tischler und Schreiner leicht, die vorhandenen Potenziale der Badsanierung für sich zu sichern.

Tipps für die Praxis
Erreichen Sie hohen Wohnkomfort durch angenehme Fußwärme. Spezielle Vinylböden sehen nicht nur natürlich aus, sondern haben eine ansprechende Haptik. Authentische Dekore etwa in Anlehnung an Holz aber auch Steinoptiken machen das Badezimmer nicht nur optisch, sondern auch haptisch zur Wellnessoase.

Hohe Belastbarkeit beispielsweise durch Badmöbel ist unumgänglich. Natürlich sind feuchtraumgeeignete Bodenbeläge auf hohe Belastungen und Beanspruchung ausgelegt. Sie sind rutschhemmend und funktional. Und noch ein Vorteil, fällt Ihnen mal etwas auf den Boden, ist es nicht unbedingt gleich kaputt. Die Härte der Fliese weicht der Flexibilität eines neuen Bodens.

Wohngesundheit ist ein Thema? Aufgrund ihrer Zusammensetzung und Verarbeitung gibt es auch hier immer die richtige Lösung für Sie.

Bauelemente

Auf Türen und Zargen kommen auch im Badezimmer immer höher werdende Ansprüche zu. Sie sollen funktional, optisch ansprechend und für den Zweck geeignet sein. Durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit im Feuchtraum und durchaus beachtlichen Temperaturunterschieden zwischen Räumen, sind diese Anforderungen teilweise nicht zu unterschätzen.

Sie als Tischler bieten hier eine Vielzahl an Lösungen. Sei es die Ganzglastür, die eine Verbindung zwischen den Räumen schafft, eine leicht laufende Schiebetür, die gerade im Bereich der Barrierefreiheit an Relevanz gewinnt oder eine optisch an die Wohnsituation angepasst Tür im Digitaldruck.

Tipps für die Praxis
Kombinieren Sie Eigenschaften von Bauelementen. Diese erfüllen nicht nur den Zweck der optischen Raumtrennung, sondern bieten darüber hinaus eine Vielzahl physikalischer Eigenschaften. Eine Akustiktür sorgt für Ruhe in angrenzenden Räumen, Brandschutztüren sorgen für mehr Sicherheit und elektrisch zu bedienende Türen, lassen sich schnell von allen Seiten öffnen und schließen.

Möbel

Denkt der Kunde überhaupt an Tischler- und Schreinerarbeiten im Badezimmer, so denkt er in der Regel ausschließlich an Badmöbel. Und irgendwie auch zu recht. Maßgerechte Anpassung von Möbeln an die Geometrie des Raumes, Fertigung ganz nach Wünschen des Auftraggebers und höchste Individualität bei der Gestaltung.

Das alles können nur Tischler und Schreiner. Durch den Einsatz feuchtebeständiger Materialien, hochwertiger Oberflächen etwa in Hochglanzoptik oder grifflose Ausführung von Badmöbeln wird jedes Badmöbel zu einem Highlight.

Tipps für die Praxis
Kombinieren Sie hochwertige Materialien miteinander. Warum nicht auch den Waschtisch nach Kundenwunsch anfertigen und mit dem Möbelstück kombinieren. So entstehen Unikate mit einer exklusiven Wirkung.

Setzen Sie Badmöbel ins rechte Licht. Integrieren Sie eine passende Beleuchtung im Badmöbel und denken Sie an hochwertige Zusatzlösungen wie geräuschlose Auszüge oder zusätzliche Ablageflächen. Gerade im Bad ist jede Ablagefläche und jeder Stauraum gewonnener Freiraum.

Warum nicht auch noch…

Keine neue Erfindung aber dennoch viel zu häufig unterschätzt: Kompaktplatten lassen sich mit herkömmlichen Tischler- und Schreinerwerkzeugen verarbeiten und setzen sowohl in der Raumtrennung (etwa in öffentlichen Sanitärräumen) als auch als Möbelteile Akzente. Auch wenn der Tischler kein Installateur oder Heizungsbauer ist, Lösungen bietet er trotzdem. Moderne Heizsysteme arbeiten mit Infrarot und gezielt auf den Punkt. Einfach wie ein Bild an die Wand hängen, einstecken und damit ein optisches Highlight mit einer hohen Funktionalität kombinieren.

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