Badsanierung – Ein Zukunftsmarkt für Tischler und Schreiner

20 Aug: Badsanierung – Ein Zukunftsmarkt für Tischler und Schreiner

Tischler und Schreiner im Feuchtraum – irgendwie selbstverständlich…

…irgendwie aber auch nicht. Betrachten wir aktuelle Statistiken, so stellen wir sehr schnell fest, in der Sanierung von Feuchtraum- und Badbereich schlummern enorme Potenziale, auch für Tischler und Schreiner. Das durchschnittliche Bad ist ca. 8 m² groß und einer der Mittelpunkte des alltäglichen Ablaufs unseres Lebens. So hält sich jeder Deutsche pro Tag im Schnitt 40 Minuten im Bad auf, ein Drittel sogar bis zu einer Stunde. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Ansprüche an die Gestaltung des Feuchtraumes steigen. Das Bad soll funktional, pflegeleicht und dennoch optisch ansprechend sein. Damit stellt der Kunde individuelle Ansprüche, die der Tischler und Schreiner bedienen kann, wie kaum ein Zweiter.

Noch spannender wird die Badsanierung für den Tischler und Schreiner, wirft man einen Blick auf weitere „nackte Zahlen“: In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Hauptbäder deutlich erhöht. Weit über 40 Mio. Hauptbadezimmer befinden sich in deutschen Privathaushalten. Hinzu kommen separate Gästetoiletten und Sanitärräume.

Diese Zahlen sind schon beeindruckend. Viel relevanter ist aber die Tatsache, dass über 20 Mio. Bäder seit ihrer Erstellung nicht mehr renoviert worden sind. Ihr Durchschnittsalter ist entsprechend bei annähernd 20 Jahren. Bahamabeige, Moosgrün und Silbergrau prägen noch heute die Optik vieler Räume.

Badsanierung – Grenzen und Chancen

Eine umfangreiche Badsanierung erfordert umfangreiche Kenntnisse und ist für den Kunden eine kostspielige Angelegenheit. Kosten zwischen 2.000 – 3.000 Euro je m² sind keine Seltenheit. Sollen Elektrizität und Wasserleitungen verlegt, erneuert oder gar neu gearbeitet werden, stoßen Einzelgewerke wie Tischler und Schreiner aber auch der Fliesenleger schnell an ihre Grenzen.

Hier ist eine gewerkübergreifende Zusammenarbeit mit Fachbetrieben aus den jeweiligen Branchen absolut notwendig. Dabei ist es jedoch nicht immer der Tischler oder der Schreiner, der darauf warten muss, dass der Auftrag zu ihm getragen wird. Nein, durch seine beratende Funktion und kreative Ausrichtung ist er derjenige, der selber akquirieren kann. Mit einem geschulten Blick und grundlegendem Wissen zu den Möglichkeiten der Badsanierung lassen sich so Zusatzerträge und Margen erwirtschaften, von dem Tischler und Schreiner in anderen Tätigkeitsbereichen nur träumen dürfen. Im Bad geht es nicht darum „was darf die Bodenverlegung je m² kosten?“ oder „wie hoch ist die Pauschale für den Einbau eines Bauelementes?“.

Der Kunde kauft sich ein Stück Badezimmer und damit ein Stück täglicher 40-Minuten Wellness, sodass der Preis häufig in den Hintergrund gerät. Er möchte die beschriebene Funktionalität mit pflegeleichten und optisch ansprechenden Materialien. Und das alles kann ihm der Tischler und auch der Schreiner, abgesehen von Elektrik und Installation, höchst individuell bieten. Häufig ist es auch nur der feuchtraumgeeignete Bodenbelag, der als Ersatz zur Fliese gesucht wird. Die Wandverkleidung in der Nasszelle soll leicht zu reinigen sein, das Badmöbel muss nach Maß gefertigt werden oder es wird eine optische Abgrenzung  innerhalb des Badezimmers gewünscht. Die Lösung: Maßarbeit durch Sie.

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